Jazz vom Feinsten gibt beim Auerbacher Töpfermarkt den Ton an
AUERBACH – Auf den guten Ton kommt es an. Das ist beim Töpfern wie bei der Musik. Und beides passt bestens zusammen, wie beim Auerbacher Töpfermarkt am vergangenen Wochenende erneut zu erleben war. Breitgefächertes Jazz-Repertoire und kreatives Kunsthandwerk zusammen gibt‘s selten. In der Drei-Türme-Stadt wird das – wie der dritte Jazz-Jahrgang bei der 8. Töpfermarkt-Ausgabe deutlich machte – zu einer guten Tradition. René Tümpner, Ex-Gipsy-Schlagzeuger und heutiger Chef des Auerbacher Fremdenverkehrsamtes, hatte bei der Auswahl der Bands wieder ein glückliches Händchen.

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Mit „Jazz Noir“ folgte ein Altmarkt-Highlight. Das soeben von der Küste gekommene Trio brachte zunächst den Sonnenschein nach Auerbach zurück und danach Jazz-Standards und Pop-Klassiker in jazzigem Gewand. Alles feinstens arrangiert, mit virtuosem Gitarrenspiel und einfühlsamer Stimme. Die vielseitige Sängerin Jorinde Jelen kennen viele Vogtländer als „Nightshift“-Frontfrau zwischen Soul und Funk, wie auch als rockige Gastsolistin bei den „Freunden der Nacht“.

 

Nach ihrem Auftritt mit „Jazz Noir“ darf man jetzt schon auf ihr neues, im Herbst anlaufendes Jazzprojekt gespannt sein. Die Altmarktbesucher erlebten mit den die Frontfrau Jorinde Jelen flankierenden Gitarristen York Neudel und Roland Seiler einen ganz besonderes Klangereignis. Mit Welthits von den Mamas & Papas („Dream a little dream“) bis Cindy Lauper („Time after time“), Gershwins unvergesslicher „Summertime“, Lionel Ritchies „Hello“ und Stings „Moon over the Burbon Street“ bot „Jazz Noir“ ein breitgefächertes Repertoire, das immer wieder durch hervorragendes Saitenspiel brillierte und durch Jorindes Stimme jene Klangbilder erhielt, von denen man immer nicht genug bekommen kann. Dagegen kann man ebenso wenig tun wie gegen die Liebe. „Comes love nothing can be done“, betonte die Leipziger Solistin, die immer wieder vom Mond schwärmt, wie bei „Claire“ und „Moon is mine“, weil der immer zu ihr hält und treu bleibt, wie die Sängerin bei ihren charmant-lockeren Moderationen mehrmals unterstrich:

Ein freies Samstag-Finale, das neugierig machte aufs musikalische Töpfermarkt-Angebot des Sonntags, worüber wir in unsere morgigen Ausgabe berichten werden.

JÜRGEN PREUSS

ganzer Artikel der Frankenpost online vom 17.08.2004 [hier] Zurück zur Rezensions-Liste